FDP Oberberg wählt Jörg von Polheim und Dominik Trautmann einstimmig
Der FDP-Kreisverband Oberberg hat die personellen Weichen für die Landtagswahl 2027 gestellt. Bei der Kreiswahlversammlung wurden Jörg von Polheim für den nördlichen und Dominik Trautmann für den südlichen Oberbergischen Kreis nominiert. Beide Kandidaten erhielten jeweils 32 von 32 Stimmen.
Zum Auftakt rief der FDP-Kreisvorsitzende Dominik Trautmann die oberbergischen Liberalen dazu auf, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und mit Mut nach vorne zu blicken. Ziel sei es, die FDP in Nordrhein-Westfalen weiter als starke Stimme für Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Vernunft im Landtag zu halten. Dafür brauche es einen Staat, der den Menschen die Gestaltung ihres Lebens ermögliche, statt sie durch immer neue Vorgaben einzuschränken.
Jörg von Polheim für den Nordkreis
Für den Landtagswahlkreis Oberbergischer Kreis I tritt Jörg von Polheim an. Der 67-jährige Hückeswagener ist Bäckermeister, selbstständiger Unternehmer, langjähriger Kommunalpolitiker und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages.
In seiner Vorstellungsrede machte von Polheim deutlich, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen wieder stärker in den politischen Fokus rücken müssen. Bonpflicht, Lieferkettengesetz, Verpackungsvorgaben und zahlreiche weitere Regelungen belasteten gerade kleinere Betriebe erheblich.
„Der Staat begegnet den Menschen und den Unternehmern zu oft mit Misstrauen. Kleine und mittelständische Betriebe brauchen Entlastung statt immer neuer Nachweis- und Dokumentationspflichten. Bürokratie tötet Vielfalt“, erklärte von Polheim.
Weitere Schwerpunkte seiner Kandidatur sind die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung sowie eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden. Das Land müsse den Kommunen endlich wieder Luft zum Atmen geben.
Dominik Trautmann für den Südkreis
Im Landtagswahlkreis Oberbergischer Kreis II kandidiert der FDP-Kreisvorsitzende Dominik Trautmann. Der 44-jährige Familienvater ist Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik und als Oberstleutnant bei der Bundeswehr tätig.
Im Mittelpunkt seiner Kandidatur stehen gute Bildungschancen im ländlichen Raum, eine pragmatische Integrationspolitik und ein offener Blick auf neue Technologien. Junge Menschen sollen auch in Oberberg gute Schulen, starke Berufskollegs und attraktive berufliche Perspektiven vorfinden.
Integration gelinge für Trautmann durch frühen Spracherwerb, Bildung, Arbeit und die Übernahme eigener Verantwortung. Zugleich müsse der ländliche Raum technologische und gesellschaftliche Veränderungen selbstbewusst mitgestalten.
„Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich etwas verändert. Die Frage ist: Gestalten wir diese Veränderung – oder lassen wir uns von ihr gestalten? Ich möchte, dass sich auch der ländliche Raum durch Technologie, Innovation, Unternehmergeist und Mut stetig weiterentwickeln kann“, betonte Trautmann.
Bundesverdienstkreuz für Ina Albowitz-Freytag
Mit Jörg von Polheim und Dominik Trautmann geht die FDP Oberberg mit zwei erfahrenen, engagierten und fest in der Region verwurzelten Kandidaten in die Landtagswahl. Beide wollen sich für mehr Vertrauen in die Menschen, bessere Bedingungen für Eigeninitiative und eine starke Zukunft des ländlichen Raums einsetzen.
Einen besonderen Hinweis widmete die Versammlung zudem der Ehrenvorsitzenden der FDP Oberberg, Ina Albowitz-Freytag. Ihr wird am Freitag, 11. September 2026, das Bundesverdienstkreuz verliehen. Der Kreisverband würdigt diese besondere Auszeichnung als Anerkennung ihres langjährigen politischen und gesellschaftlichen Engagements.