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FDP Oberberg fordert eigene Verbraucherzentrale im Oberbergischen Kreis

Die FDP-Kreistagsfraktion Oberberg setzt sich für die Errichtung einer eigenen Niederlassung der Verbraucherzentrale NRW im Oberbergischen Kreis ein.

Die FDP-Kreistagsfraktion Oberberg setzt sich für die Errichtung einer eigenen Niederlassung der Verbraucherzentrale NRW im Oberbergischen Kreis ein. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste reguläre Kreistagssitzung eingebracht. Ziel ist es, die Kreisverwaltung zu beauftragen, die Ansiedlung einer Verbraucherzentrale im Kreis vorzubereiten und dem Kreistag zeitnah eine Beschlussvorlage vorzulegen.

„Der Oberbergische Kreis darf bei unabhängiger Verbraucherberatung nicht länger ein weißer Fleck bleiben“, erklärt Reinhold Müller, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Oberberg. „Gerade bei Energiefragen, Verträgen, Kostenfallen, Versicherungen oder digitalen Angeboten brauchen Bürgerinnen und Bürger verlässliche, neutrale und gut erreichbare Beratung.“

Nach Auffassung der FDP ist der Beratungsbedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bisher wurde der Oberbergische Kreis vor allem über bestehende Strukturen außerhalb des Kreisgebiets mitversorgt. Angesichts wachsender Nachfrage und ausgelasteter Beratungsangebote hält die FDP eine eigene Anlaufstelle vor Ort nun für sinnvoll und notwendig.

Als mögliche Standorte nennt die Fraktion eine zentrale Ansiedlung in Gummersbach oder eine Verortung auf :metabolon in Lindlar, wo bereits Beratungsangebote etwa zu Energie- und Heizungsfragen stattfinden. Entscheidend sei, dass ein Angebot entsteht, das für die Menschen im gesamten Kreis gut erreichbar und praktisch nutzbar ist.

Die FDP verweist zudem darauf, dass auch auf Landesebene Bestrebungen bestehen, Lücken im Beratungsnetz der Verbraucherzentrale NRW zu schließen. Daher sei eine finanzielle Förderung durch das Land für Aufbau und Betrieb einer solchen Einrichtung realistisch.

„Wir wollen, dass der Oberbergische Kreis hier aktiv wird und die Chance nutzt“, so Müller. „Eine Verbraucherzentrale vor Ort wäre ein konkreter Mehrwert für die Menschen im Kreis – unabhängig, alltagsnah und bürgerfreundlich.“

Die FDP-Kreistagsfraktion schlägt vor, dass die Verwaltung über die Ergebnisse im Ausschuss für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherfragen berichtet. Ziel sollte eine positive Entscheidung des Kreistags möglichst im dritten Quartal 2026 sein.