Presse

Bericht OVZ zum Kultur-Ausschuss

Gummersbach,31.August 2018

Der Kreis hält sich noch zurück

 

Linke verzichtet auf Antrag zur Beteiligung am Betrieb des Gummersbacher Theaters

 

 

 

Gummersbach. Der Kulturausschuss des Kreistags hat die Bemühungen der Stadt Gummersbach, die Wiederbelebung ihres Theater als Regionaleprojekt fördern zu lassen, „zustimmend zur Kenntnis genommen“. Auf diese Formel haben sich Kreiskulturdezernent Klaus Grootens und die Fraktionsvertreter geeinigt, nachdem Holger Hennig (Linke) einen erheblich weitergehenden Vorschlag zurückgezogen hatte.

 

So hatte es seine Fraktion bereits bei dem Antrag gehalten, in dem sie im November dem Kreisausschuss vorgeschlagen hatte, dass der Kreis in die Trägerschaft des Theaters einsteigt. Jetzt wollte Hennig im Namen der Linken erneut anregen, dass die Kreisverwaltung ein Konzept für die Beteiligung des Kreises am Theater erstellt. Der Oberbergische Kreis müsse Mitverantwortung übernehmen und sich an der finanziellen Last des Betriebs beteiligen: „Das Theater ist weit über die Stadtgrenzen hinaus von Bedeutung. Und es ist nicht nur für die Zuschauer wichtig, sondern für die ganze Kulturszene.“

 

Aus mehreren Fraktionen bekam Hennig Anerkennung dafür, dass er das Thema im Kulturausschuss auf die Tagesordnung gebracht hat. Dennoch wurde er von allen Seiten aufgefordert, den Antrag zurückzuziehen. Dezernent Grootens riet dazu, erst den Ausgang des Qualifizierungsprozesses abzuwarten, da die Finanzierung des Theaters maßgeblich von einer Landesförderung abhänge. Die Federführung für das Projekt liege bei der Stadt als Eigentümerin und Betreiberin des Theaters, betonte Grootens. „Da passt es nicht hinein, dass die Kreisverwaltung ein eigenes Konzept erarbeitet.“

 

Vertreter von CDU, FDP und Grünen stimmten dem ebenso zu wie Sven Lichtmann von der SPD, sonst Gummersbacher Ortsvereins- und stellvertretender Stadtratsfraktionsvorsitzender. „Der Antrag kommt zu früh.

 

Die Stadt muss ihren Antrag noch mit Inhalt füllen“, sagte Lichtmann im Ausschuss. „Sicher ist allerdings, dass die Stadt den Betrieb eines neuen Hauses mit neuem Anspruch nicht wird allein stemmen können.“ (tie)

 

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